Der Elch ist scheu und misstrauisch — schon ein Knacken oder eine unbedachte Bewegung reicht, um ihn zu vergrämen. Er lässt einen Menschen selten näher als 70 Meter an sich heran. Während der Brunft im September verliert er einen Teil dieser Vorsicht und ist über weite Distanzen mit dem Rufhorn (der „Wabe“) anzulocken.
Vernässte Bruchwälder mit Erlen und Moorbirken sind sein bevorzugter Lebensraum. Gejagt wird zu Fuß in oft knietiefem Gelände — Gummistiefel und eine kurze, verlässliche Büchse gehören zur Grundausrüstung.
Ruf zur Brunft (Wabe)
In den sogenannten Brunftkuhlen ruft der Jäger mit dem Elchhorn den Balzruf eines Stiers nach. Zu häufiges Rufen weckt Misstrauen — die Kunst liegt im richtigen Timing und der Geduld, den Stier zum Kommen zu bewegen.
Pirsch mit Fährtenlesen
Im Winter verrät die Spur im Schnee, ob ein Elch ruhig zieht oder bereits beunruhigt ist. Der Jäger nähert sich Schritt für Schritt, nutzt Deckung und liest jedes Zeichen im Schnee.
Drückjagd mit Laika
Eine Gruppe von sechs bis acht Jägern und speziell ausgebildete Laika-Hunde treiben den Elch aus dichten Bruchwaldparzellen den postierten Schützen zu — eine Jagdform, die Teamgeist und körperliche Fitness verlangt.
