Der Rehbock ist das kleinste und zugleich am weitesten verbreitete Schalenwild unserer Reviere. Im Sommer lebt er einzelgängerisch, im Herbst und Winter schließt er sich zu kleinen Sprüngen von vier bis acht Stück zusammen, angeführt von einem Leitbock. Sein Gehör ist ausgezeichnet, sein Sehvermögen dagegen vergleichsweise schwach.
Waldränder, Feldgehölze und lichte Altholzbestände bieten ihm Deckung und Äsung zugleich. Die Bestandsdichte schwankt regional deutlich — unsere Reviere zählen zu den dichtesten und trophäenstärksten des Landes.
Pirsch gegen den Wind
Der Rehbock reagiert empfindlich auf Witterung, kaum aber auf ruhige, langsame Bewegung gegen den Wind. Die beste Zeit ist der stille, frühe Morgen nach einer Regennacht.
Blattjagd (Lockjagd zur Brunft)
Ende Juli, zur Brunft, lässt sich der Bock mit dem Blatter — einem Instrument, das den Fieplaut der Ricke imitiert — auf Rufweite locken. Unsere Berufsjäger blatten selbst und kennen jeden Bock im Einstand.
Drückjagd
Mit Schützen und Treibern, die Flanken mit Flatterleinen gesichert. Da der Bock auf Bewegung stärker reagiert als auf Lärm, braucht diese Jagdform ruhige, erfahrene Treiber.
